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PROTERRA-Jugendclub begleitet internationale Projekte

Internationaler Club Gerda Freise

Mi., 25 März 2020

Junge Aktivist*innen in internationalen PROTERRA-Projekten

Seit 2008 besteht der Internationale Club Gerda Freise bei PROTERRA. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig, um an den laufenden internationalen Projekten zu arbeiten.

Im Guatemala – Projekt mit der Chico Mendes Aufforstungsinitiative des Dorfes Pachaj organisieren sich in Hannover, Münster, Hamburg und Berlin Schüler*innen der Tellkampfschule und Student*innen. Sie lernen von Chico Mendes und entwickeln bildungspolitische Partnerschaften seit 2018.

Seit 2011 engagieren sich junge PROTERRA-Mitglieder bei Democracy in Motion in internationalen Foren zur Zukunft der Demokratie, internationalen Kongressen der Europäischen Union, bei Fachkräfte-Tagungen in Tunesien und dem Kaukasus,  bei ARTivism Drives Democracy in Athen und der Ukraine und bei Partizipationsaktivitäten für eine bürgernahe Demokratie vor Ort.

Im Bürgerprojekt Europe For Citizens liegt eine Ideenskizze für Februar 2011 vor, die besagt, dass Bürgerforen zunächst in Freiberg/Dresden und dann in Naxos/Athen stattfinden sollen, bei denen das Thema einer nachhaltigen Rohstoff- und Energieverwendung (Titel: Vom Silber zum Silicon) im europäischen Kontext diskutiert werden soll. Alle IC Gerda Freise Mitglieder können kostenlos an den Foren teilnehmen (circa 5 Tage). Dr. Matthias Miersch, Mitglied des Deutschen Bundestages und Jan Philipp Albrecht, Mitglied des Europaparlamentes haben bereits die Übernahme der Schirmherrschaft des Projektes signalisiert.

2008-2010 lief das Versöhnungsprojekt YANG / Youth Action Namibia Germany mit Namibia. Es startete mit Workshops 2008 in Namibia. 2010 fand ein Treffen einer Delegation aus Namibia in Deutschland statt. Die Feinarbeit der Vorbereitung und die Terminierung ist vom IC Gerda Freise intensiviert worden, um das Begegnungsprogramm zu realisieren.

Ab August 2010 bis 2012 lief das Comenius Regio Projekt Working Together for International Competence in Education. Der IC Gerda Freise arbeitetete bei PROTERRA mit an einem digitalen Informationssystem für Bürger*innen der Region Hannover und der Marie Curie Schule. Die Region Hämeenlinna in Südfinnland war mit verschiedenen Institutionen einbezogen. Die Mitglieder des IC Gerda Freise konnten an den sechs internationalen Treffen in Finnland und Deutschland teilnehmen und ihre Kenntnisse zum Aufbau des Internationalen Kompetenz Systems einbringen.

Sabrina Apicella und Klaus Windolph zu Besuch bei Gerda Freise in Göttingen

Der IC Gerda Freise stärkte den Europagedanken durch seine Beteiligung an Veranstaltungen der Marie Curie Schule: So an Euroscola am 21. Mai 2010 im Europäischen Parlament in Straßburg, an dem als einzige deutsche Schule unter mehr als 30 Bildungseinrichtungen aus Europa die Marie Curie Schule-Kooperative Gesamtschule Ronnenberg teilgenommen hat. Die Diskussion mit Europaparlamentarier wurde fortgesetzt. Mit dem deutschen Mitglied des Europäischen Parlamentes, Jan Philipp Albrecht, haben mehrere Diskussionen zu Europa und der internationalen Zusammenarbeit mit dem Süden der Welt stattgefunden.                                                                                                                                                   Mitglieder des IC Gerda Freise beteiligten sich am Anne Frank Kulturprogramm als Teil einer Anne Frank Ausstellung, in der im Mai und Juni 2010 die jüdische Kultur als essenzieller Bestandteil europäischer Kultur vorgestellt wurde.


Gerda Freise – engagierte Bildungsreformerin und aktive Demokratin
Ich lernte Gerda Freise 1990 in Göttingen kennen und es wurde eine Freundschaft. Hartmut Leser hatte mich mit der Ausrichtung des Arbeitskreises Landschaftsökologie und Schule beim Deutschen Geographentag 1991 in Basel beauftragt. Sonja Schreiner von der Landtagsfraktion der Grünen machte mich auf die Chemikerin, emeritierte Hamburger Professorin, engagierte Bildungsreformerin und aktive Demokratin aufmerksam. Gerda Freise referierte somit in Basel 1991 über Probleme der Übernahme wissenschaftlicher Erkenntnisse der Landschaftsökologie in die Konzeption eines Lernbereiches Natur-Kultur-Gesellschaft. Sie brachte den ganzheitlichen Gedanken Natur – Kultur – Gesellschaft in die bildungspolitische Debatte ein. In den Projekten TRIANET und COMENIUS sind wir diesem Ansatz gefolgt, haben ihn weiterentwickelt und immer wieder den Dialog mit Gerda Freise gesucht. Es gab zahlreiche Begegnungen zum fachlichen Austausch und Gespräche mit Schüler*innen der Marie Curie Schule in Ronnenberg zu Aktivitäten in europäischen Partnerschaften, zu politischen Perspektiven, zum bürgerrechtlichen Engagement und zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

Unvergessen ist meine Begegnung mit ihr, Manolis Glezos und Wolf Biermann bei unserem Vortragszyklus zum 50. Jahrestag des Kriegsendes in Hannover.

2005 erläuterte sie Schüler*innen der Marie Curie Schule ihre Rolle als Kommilitonin von Sophie Scholl bei den Scholl-Prozessen 1943.

Im Spätsommer 2006 trafen wir uns zur Diskussion über den israelischen Libanonkrieg mit ihrer Freundin aus Haifa in Göttingen. Es war unsere letzte Begegnung.

Die Intensität des Gedankenaustausches, der demokratische Grundkonsens, die Nähe unserer Lebenseinschätzungen und die Intensität des Dialoges mit jungen Leuten hat uns zur Namensgebung Internationaler Club Gerda Freise bewogen. Gerda Freise ist am 11. Juli 2007 in Göttingen im Alter von achtundachtzig Jahren gestorben.

Klaus Windolph

 

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